Archiv des Autors: ap

Abschied von einem Irrtum – BW rüstet die Realschule auf

Da lese ich in der heutigen Badischen Zeitung doch glatt, dass die Realschule besser ausgestattet werden soll. Nun ist es also so weit: Grün-Schwarz verabschiedet sich von einem nicht selten ideologisch diskutierten Konzept der letzten Legislaturperiode (Grün-Rot), der Gemeinschaftsschule. Dass dies quasi durch die Hintertür passiert, nämlich über die Stärkung der Realschule, hat einen politischen Grund: man müsste ansonsten zugeben, dass die Idee, aus dem Drei-Säulen-Modell ein Zwei-Säulen-Modell zu machen, ganz offenbar gescheitert ist. Nun haben wir zukünftig also vier Säulen: die bestehende Werkrealschule, die aufgewertete Realschule, die Gemeinschaftsschule (ggfls. aufgesplittet in „mit Oberstufe“ und „ohne Oberstufe“) und das Gymnasien. Wie sich die Gemeinschaftsschule in diesem Durcheinander entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Wer sein Kind z. B. aus Stigmatisierungsängsten heraus nicht an einer Werkrealschule anmelden wollte und deswegen die Gemeinschaftsschule wählte, wird sich zukünftig fragen, warum er heute die Gemeinschaftsschule und nicht eine Realschule wählen sollte? Beide Abschlüsse unterhalb des Abiturs sind an der Realschule erreichbar und die Schulform hat einen besseren Ruf. Von Gemeinschaftsschulen hingegen liest man, dass sie nicht selten ´Werkrealschulen in neuem Gewand` sind. Wie vertrauensfördernd dies ist, werden wir an der Entwicklung der Schülerströme sehen.
Leider bleiben die Realschulen in privater Trägerschaft bei der angekündigten Stärkung – man kann sagen: wieder einmal – außen vor. Die Erhöhung der Verfügungsstunden, die neu geschaffenen oder umgewidmeten Stellen, kurz: die Erhöhung der Ressource für diese offensichtlich wichtige Schulform, geht an den Schulen in privater Trägerschaft spurlos vorbei. Die ´Kopfpauschale`, nach der sich private Schulen neben dem Elterngeld refinanzieren, wird nämlich nicht automatisch angepasst. Viel mehr müssen Privatschulen in Baden-Württemberg im Moment darum kämpfen, die noch in der letzten Wahlperiode gemachten – übrigens von Grün mitgetragenen – Zusagen einer 80 %-igen Refinanzierung durch das Land auch wirklich zu bekommen. Und das, obgleich in Freiburg z. B. rund 1/4tel bis 1/5tel aller Schülerinnen und Schüler eine private Schule besuchen und viele Impulse für die Entwicklung des Bildungswesens in der Vergangenheit aus dem Privatschulsektor kamen. So kann man natürlich auch Impulsgeber der schulischen Bildung kalt stellen. Schade nur, dass das langfristig auf Baden-Württemberg auch als Wirtschaftsstandort zurückfallen wird.

Gewaltfrei Kommunizieren – ein Workshoptag

Am 18. März 2017 halte ich im Rahmen meiner Tätigkeit beim CSE (Träger der Freien Christlichen Schule in Freiburg) einen Workshoptag zum Thema:

Gewaltfrei Kommunizieren in Gemeindearbeit, Seelsorge und Erziehung

Im Flyer heißt es:

„Liebe deinen Nächsten…

…wie dich selbst!
Wie aber kommuniziere ich unangenehme Wahrheiten, wenn z.B. ein ehrenamtlicher Gruppenleiter schlechte Arbeit macht? Wenn ich in Konflikte komme und den Eindruck gewinne, meine Bedürfnisse kommen im Miteinander zu kurz? Wie spiegele ich schwierige Beobachtungen angemessen im Rahmen eines Gespräches?
Der Workshoptag widmet sich diesen Fragen und bietet eine übungsorientierte Einführung in die gewaltfreie Kom- munikation nach M. Rosenberg.
Für Verpflegung bitte selbst sorgen.

Anmeldung bis 03.03.2017 unter m.pollhans@fcs-freiburg.de Unkostenbeitrag: 15 EUR (bar)“

Der Unkostenbeitrag kommt der FCS zu Gute!

Den Himmel gibt´s wirklich?

Predigttext: 1. Petr. 1,3-9

„Die Grundlagen christlichen Lebens – Leben in der Hoffnung
3 Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn JesusChristus. In seiner großen Barmherzigkeit hat er uns sozusagen neu geboren. Durch die Auferweckung von Jesus Christus aus dem Tod hat er uns eine lebendige Hoffnung geschenkt. 4 Es ist die Hoffnung auf ein unvergängliches, reines und unverlierbares Erbe. Gott hält es im Himmel für euch bereit 5 und bewahrt euch durch seine Macht. So erlangt ihr durch den Glauben die Rettung, die am Ende der Zeit offenbar werden soll. 6 Darüber könnt ihr euch freuen. Allerdings müsst ihr nach Gottes Willen jetzt erst einmal eine kurze Zeit leiden. Denn ihr werdet mehrfach auf die Probe gestellt. 7 Das dient dazu, dass euer Glaube sich als echt erweist. Er ist wertvoller als vergängliches Gold, das im Feuer auf seine Echtheit geprüft wird. Dafür werdet ihr bei der Offenbarung von Jesus Christus Lob, Herrlichkeit und Ehre erfahren. 8 Ihr liebt ihn, obwohl ihr ihn nicht gesehen habt. Ihr glaubt an ihn, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht. Deshalb könnt ihr jubeln in unaussprechlicher Freude, die schon von der künftigen Herrlichkeit erfüllt ist. 9 Denn ihr empfangt, was das Ziel eures Glaubens ist: eure endgültige Rettung.“ (Basisbibel)

Ewiges Leben als Vertröstung auf eine ungewisse Zukunft? Damit hier alles bleiben kann, wie es ist? So zumindest meint es Marx, wenn er attestiert: Religion ist Opium für das Volk (wobei dieser Wortlauf von Lenin stammt, wenn man´s genau nimmt…). Oder kommt aus dem Wissen einer ewigen Heimat bei Gott eine Kraft für Veränderungen im hier und jetzt? Mit Hilfe eines verfilmten Erlebnisses eines kleinen Jungen verfolgt die Predigt diese Frage. Zu Beginn des Filmes läuft der Trailer von „Den Himmel gibt´s echt

Ein Leben aus Dankbarkeit

Predigttext: Lk 17,11-19

Der dankbare Samariter
11 Später, immer noch auf der Reise nach Jerusalem, zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. 12 Er kam in ein Dorf. Dort begegneten ihm zehn Männer, die an Aussatz erkrankt waren. Sie blieben in einiger Entfernung stehen 13und riefen laut: »Jesus, Meister, hab Mitleid mit uns!« 14 Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: »Geht und zeigt euch den Priestern!« Und dann, als sie noch unterwegs waren, wurden sie geheilt und rein. 15 Einer von ihnen kehrte wieder zurück, als er merkte, dass er geheilt war. Er lobte Gott mit lauter Stimme, 16 warf sich vor Jesus zu Boden und dankte ihm. Und das war ein Mann aus Samarien! 17 Da fragte Jesus ihn: »Sind nicht zehn Männer rein geworden? Wo sind denn die anderen neun? 18 Ist sonst keiner zurückgekommen, um Gottes Herrlichkeit zu loben – nur dieser Fremde hier?« 19 Und Jesus sagte zu ihm: »Steh auf, du kannst gehen! Dein Glaube hat dich gerettet.« (Basisbibel)

Geht es Jesus um den Dank des Samariters – bzw. der anderen? Ist er so auf Dank aus? Oder geht es doch u etwas anderes, nämlich um die Frage, was wir in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen?

(gehalten am 8.11.2015 in der EFG Gundelfingen).

Jesus – ein Held!?

Jesus Christus taugt zum Helden – nicht… oder? Was für Bilder von Helden haben wir und was ist das heldenhafte an Jesus? Die Basics von Ostern – am Hirtensonntag gehalten (2. Sonntag nach Ostern). Geht es im Christentum um ein „gutes Leben“ – was immer das sein mag? Geht es um die Hoffnung, dass, wenn ich glaube, Gott mich vor Unglück bewahrt? Und worum ging es den Menschen damals, in Israel, diesem von den Römern besetzten Land?

(gehalten in der Bonhoeffergemeinde in Emmendingen Wasser)