Auf der Suche nach Sinn

Auf dem Weg der Suche nach Sinn kommt man unweigerlich an der Religion vorbei – meint man. Nicht selten erfüllt sich heute aller Sinn im Weltlichen, im Materiellen oder in bis ins Unmögliche aufgeladenen Sprachboxen wie: Jugend, Gesundheit, Selbstverwirklichung… War die Suche nach dem Sinn des Lebens, nach Antworten auf die Fragen des Woher, Warum und Wohin nicht mal Bestandteil des Erwachsenwerdens? Und gibt es nicht immer wieder Schnitt- oder Bruchstellen im Leben, die einem ein „Warum“ geradezu aufzwängen?

Sinnsuche ist nichts Neues, Sinnsucher gab es auch zur Zeit Jesu. Man kann vielleicht konstatieren, dass die Suche nach Sinn ein „Luxusproblem“ sei, dem man sich erst hingebe, wenn die Grundbedürfnisse erfüllt seien. Sie wissen schon: „Erst kommt das Fressen, dann…“ meinte ja schon Brecht. Aber schon zu Jesus selbst, so berichtet Johannes, kamen, als er in Jerusalem war, einige Griechen und wollten ihn sehen. Vermutlich ging es dabei nicht um ein „Sehen“, wie man beispielsweise ein Fußballspiel „sehen“ kann. Vermutlich waren sie, die doch als Mitglieder des Volkes galten, die alle Philosophie grundgelegt hat, vermutlich waren diese auf der Suche nach Antworten, denn sie kamen nach Jerusalem, um anzubeten. Griechen = Heiden in den Vorhöfen des Tempels, von dem wir wissen, dass Gott dort seinen Namen wohnen lassen will (1. Kön. 8). Griechen, die Jesus „sehen“ wollten.

Doch worin besteht der „Sinn des Lebens“? Was empfiehlt Jesus Menschen, die sich „auf den Weg machen“? Was Jesus „antwortet“, worin nach Jesu Aussage Sinn, auch wenn r dieses Wort selbst nicht explizit verwendet, besteht, davon handelt die Predigt zum Sonntag Laetare (Mittfasten, Predigttext: Joh 12,20ff)

Gehalten in einer landeskirchlichen Gemeinde in Emmendingen.

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