Das Beste wollen…

Nur das Beste will die Mutter für Ihr Kind, der Chef für die Firma, der Freund für die Freundin… nur das Beste wollen die meisten Menschen und das i. d. R. für sich aber auch für Andere. Nur das Beste wollen – und dabei nicht merken, dass man immer nur von der eigenen Interpretation des Besten gelenkt wird und nicht selten blind ist für die Interpretation des Anderen. Und dann wird auf einmal „doch nur das Beste wollen“ zur Verblendung, zum Zwang, zum Despotismus. Vermutlich passiert nicht wenig Unheil in der Welt, weil jemand „das Beste“ will – für die Anderen.

In den aktuellen Debatten um Enteignungen von Eigentümern zum Wohle der Mieter, zum Schutz des Klimas bedingte Verbote von was auch immer gerade nicht en Vogue ist, von Regeln zur Antidiskriminierung per Gesetz (Achtung: Böckenförde Theorem beachten) kommt es mir manchmal so vor, als seien wir auf dem besten Weg, nur das Beste zu wollen, koste es, was es wolle. Ein bisschen mehr Einsicht in die eigene Beschränktheit der Erkenntnis dürfte uns mehr Liebe ins Herz geben, die Bedürfnisse des Andren nicht „dem Besten“ (bzw. meiner Meinung davon) zu opfern.

Vielleicht schenkt der Hl. Geist an Pfingsten ein wenig von dieser Einsicht.

Gesegnete Pfingsten!

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