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Wochenbeginn in Coronazeiten

Eine neue Woche startet, die Epidemie immer noch nicht hinter uns, auch wenn die Zahlen niedrig sind, was vor uns liegt – unklar. Je nachdem, welcher Prognose wir Glauben schenken wollen, wird eine zweite Welle kommen oder nicht…

Und dann die Artikel, die von leisen Hoffnungen berichten: erste Erfolge mit einem Medikament? – Nein, nur in Ausnahmefällen und nicht wirklich nachweisbar…

Aber: erste Impfungen mit Versuchsimpfstoffen bereits im Test an Menschen – die Lösung? – Vielleicht. Viel zu früh, um Entwarnung zu geben…

Woher kommt mir Hilfe? 

Was liegt näher, als in der jetzigen Zeit auf die Wissenschaft zu schielen, weil von dort die Lösung der Epidemie erwartet wird. Von dort kommt alle Hoffnung zu beenden, was unser Zusammenleben so nachhaltig stört und unser persönliches Leben möglicherweise gefährdet.

Gegen die Hoffnung auf ein wirksames Medikament oder eine wirksame Impfung ist nichts einzuwenden. Ich möchte die Sicht gerne erweitern. 

Gott hat uns zwei Augen geschenkt; 
das eine davon lenken wir auf die Wissenschaft und hoffen, dass dort ein Impfstoff oder ein Medikament entwickelt wird, das uns hilft.

Ich lade dazu ein, in dieser besondere Zeit das andere Auge nicht zu vergessen, sondern es weit zu öffnen und nach innen zu richten: woher kommt mir Hilfe? Vielleicht etwas konkreter:
Wie gehe ich mit dieser einschneidenden Erfahrung um, dass mein Leben brüchig ist, dass so ein winziges Ding wie dieses Virus so viel meiner Lebenswirklichkeit von heute auf morgen verändern kann? 
Wie halte ich aus, machtlos zu sein?
Was trägt mich, wenn bisherige Sicherheiten verloren gehen?

Diese Fragen beantwortet kein Impfstoff, kein neues Medikament.

«Wo ist jemand, wenn er fällt, der nicht gern wieder aufstünde? Wo ist jemand, wenn er irregeht, der nicht gern wieder zurechtkäme?» (Jeremia 8,4)

Wer würde das nicht wollen: wieder aufstehen in die Normalität eines Lebens – nach Corona… vielleicht sogar noch gestärkt durch die genutzte Chance, im Blick nach innen neu zu entdecken, was trägt.

Jesus spricht: «Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.» (Johannes 6,37)

Wer mit dem inneren Auge nach Hoffnung für sein Leben sucht, den wird Er nicht hinausstoßen. Trost zu erleben in dem Wissen, dass Gott uns nicht abweisen wird, ist kein Wissen, wie man es «naturwissenschaftlich» bekommen oder belegen kann. Das würde vermutlich auch nicht tragen. 
Trost durch Gottes Wort, Trost durch Gebet in seiner Gegenwart, Trost im Blick nach innen auf den eigenen Grund zu erleben führt zu einem Erfahrungswissen, das tragen kann – manchmal auch wider die äußeren Umstände. 

Ich wünsche Ihnen, dass Gott Euch dieses Erfahrungswissen schenkt und Sie gestärkt und mit Zuversicht in die neue Woche gehen könnt!

Zu Gast in der Dreisam3

Für den 26. April 2020 hatte mich die Dreisam3 als Gastprediger eingeladen – noch vor „Coronazeiten“… und hat dann ein, wie ich finde, interessantes Konzept eines „Gottesdienstes zum Selbergestalten“ entwickelt, weil Ende April 2020 Gottesdienste nur noch Online möglich waren. Die Gastpredigt, aufgeteilt in drei Gedanken, durfte ich dennoch halten. Wer Lust hat, etwas über Max Planck und Chauffeurwissen zu erfahren und sich mit einer Frage auseinandersetzen möchte, ist herzlich eingeladen, die Website des Gottesdienstes zu besuchen.

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben…

Motorradgottesdienst in der EFG Trossingen: Motorrad und Christ sein – wie verbindet sich das? In der Predigt gibt es einen Antwortversuch anhand von Joh. 14,1-6.

Gehalten in der Evangelischen Freien Gemeinde (Baptisten) in Trossingen am 30.06.2019

Empörismusfasten

https://www.der-postillon.com/2019/03/skandal.html

Zur Fastenzeit ein vielleicht ungewöhnliches Thema: Faste doch mal Empörismus!
Der Artikel aus dem Postillion fasst alle in jüngster Zeit geschehenen und öffentlich – ich mag schon sagen – ausgeschlachteten Scherze und/bzw. Diskriminierungen (unrechtmäßigen oder als unrechtmäßig empfundenen) über/von Minderheiten, Mehrheiten, Ureinwohner, Doppelnamenträger und Religionen zusammen – und wird wohl deswegen selbst als Artikel darüber als unangemessen disqualifiziert. Erinnert man ein paar weitere der letzten Jahre, fehlen natürlich die Klassiker „Zigeunersauce“, „Mohrenkopf“ oder „Negerkuss“ usw., wobei es Stimmen gab (gibt?), dass der Begriff „Mohr“ in der Literatur doch bitte rückwirkend gelöscht werden solle. Der letztens erschienene Artikel über Frauenparkplätze, deren Beschilderung jetzt in einer Kommune in Oberbayern nicht mehr blau sein soll, weil sie sonst den Eindruck erwecken, sie seien nach Straßenverkehrsordnung verpflichtend für Frauen freizuhalten (was nicht der Fall ist), geht einen Schritt weiter: die Schilder sollen gegen pinkfarbene ausgetauscht werden. Als ich das las, schaute ich in den Kalender: nein, es war nicht der 1. April (und hoffentlich trotzdem nur ein Fake). Ich bin gespannt, wann die nächste Klage kommt, weil Pink und weiblich so etwas von klischeehaft ist, dass das natürlich gar nicht geht… noch dazu suggeriert es vielleicht, dass künftig alle blau ausgeschilderten Parkplätze nur noch für Männer seien. Über den altersdiskriminierenden Seniorenteller im Restaurant habe ich in letzter Zeit keine Artikel gelesen, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden bzw. wieder aufgewärmt werden. Im Tarifrecht ist schon vor mehreren Jahren festgestellt worden, dass die altersgebundene Anzahl an Urlaubstagen (i. d. R.) unrechtmäßig, weil altersdiskriminierend ist. Dass China in den Schulen eine Digitalisierungswelle startet, während, wie ich ebenfalls las, wir erste Grundschulen (!) mit einer Toilette für das 3. Geschlecht ausstatten, macht es nicht einfacher. Der Versuch, künftig mit Unisextoiletten auszukommen, führte jedoch gleich zu der Bemerkung, dass andere dadurch eingeschränkt fühlten, wenn es nur noch Unisextoiletten gäbe. Was soll man sagen…

Mein Eindruck: irgendwie Wahnsinn und wehe, man steht mitten drin in der Empörungswelle, denn eine neue Form des -ismus, der Empörismus scheint zum Standard geworden zu sein. Und alle machen mit (ich auch…, soweit zum eigenen Balken, zur eigenen Nase, zur eigenen Haustür…). Alle Versuche, über (verordnete) Sprachregelungen, gut gemeinte Antidiskriminierungsversuche, bürokratische Akrobatiken usw. eine nicht-diskriminierende Umgebung/Gesellschaft zu schaffen, führen offensichtlich zu Stilblüten der besonderen Art an anderer Stelle – und darüber wird sich dann, mal von rechts, mal von links, mal von oben oder unten empört. Und manchmal wird sich auch über die Empörung empört, wie jüngst das Beispiel von AKK zeigt. Es scheint daher wenig überraschend, dass die Anzahl der Hypertoniepatienten in Deutschland steigt.

Wo aber liegt die Lösung? Diskriminieren wir also munter darauf los all diejenigen, die außerhalb der gesellschaftlichen – wie soll man es nennen? – „Gaußschen Normalverteilung“ liegen? Nein, das kann es nicht sein. Also eingehen auf jede diskriminierende oder auch (nur) als Diskriminierung empfundene Situation und Verordnungen, Gesetze, bauliche Lösungen… schaffen, die dem entgegenwirken? Hm… das scheint mir im Moment der versuchte Weg mit den gerade angezeigten Ergebnissen.

Was ist es, was die (gesellschaftliche) Welt im Inneren zusammenhält? Böckenförde, jüngst verstorben, bemerkte passend und nicht zu Unrecht: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis, dass er, um der Freiheit willen, eingegangen ist. Als freiheitlicher Staat kann er einerseits nur bestehen, wenn sich die Freiheit, die er seinen Bürgern gewährt, von innen her, aus der moralischen Substanz des einzelnen und der Homogenität der Gesellschaft, reguliert. Anderseits kann er diese inneren Regulierungskräfte nicht von sich aus, das heißt mit den Mitteln des Rechtszwanges und autoritativen Gebots zu garantieren suchen, ohne seine Freiheitlichkeit aufzugeben…“ (Hervorhebung nicht im Original).

Es geht scheinbar nicht anders, es liegt an uns, an jedem einzelnen Menschen dieser Gesellschaft, an unserer ganz eigenen „moralischen Substanz“, an meiner und an Deiner, der Du diesen Text liest. Woher aber nehmen wir diese „moralische Substanz“ gerade in einer Gesellschaft, die immer weniger Homogenität aufweist? Das Blöde: auch da sind wir, als Menschen eines freiheitlichen Staates auf uns selbst zurückgeworfen. Als Christ versuche ich, meine „moralische Substanz“ aus meinem Verhältnis zu / aus meinem Verstehen von Gott zu gewinnen, in Seiner Schrift zu lesen und zu verstehen, was sie mir sagen will. Und schon dabei stoße ich in der Diskussion mit Geschwistern an die Grenzen, denn mein Erkennen ist Stückwerk. Weniger Konflikte ergeben sich wenn ich Geschwister erlebe, deren Wissen um das Stückwerk ihrer eigenen Erkenntnis groß ist, denn daraus erwächst Bescheidenheit und Zurückhaltung. Zurückhaltung scheint mir ein Ansatz zu sein, dem Empörismus zu begegnen. Ich nehme mir vor, in der Fastenzeit mal „Empörismusfasten“ zu machen, mal sehen, ob/wie sich mein Blick verändert.

Paar sein – Paar bleiben

Ein Fleisch – das sollen Mann und Frau werden, wenn sie eine Beziehung eingehen. Was aber wird dann, wenn man „ein Fleisch“ ist? In den 1950er Jahren kamen statistisch gesehen auf eine Scheidung 12 Eheschließungen. In den Jahren 2011 – 2017 kamen durchschnittlich noch 2,3 Eheschließungen auf eine Scheidung. In Großstädten beträgt die Scheidungsquote fast 50 % und auch im „frommen Lager“ sind diese Zahlen nicht wesentlich geringer.

Diese Scheidungsquoten legen nahe, dass das „ein Fleisch werden“ noch funktioniert (schließlich werden noch Ehen geschlossen…), das „ein Fleisch bleiben“ allerdings nicht unbedingt. Ist man dort „dem Schicksal“ unterworfen oder kann (und soll?) man an seiner Beziehung arbeiten?

(gehalten am 4.11.2018 in der EFG Gundelfingen)

 

Auf der Suche nach Sinn

Auf dem Weg der Suche nach Sinn kommt man unweigerlich an der Religion vorbei – meint man. Nicht selten erfüllt sich heute aller Sinn im Weltlichen, im Materiellen oder in bis ins Unmögliche aufgeladenen Sprachboxen wie: Jugend, Gesundheit, Selbstverwirklichung… War die Suche nach dem Sinn des Lebens, nach Antworten auf die Fragen des Woher, Warum und Wohin nicht mal Bestandteil des Erwachsenwerdens? Und gibt es nicht immer wieder Schnitt- oder Bruchstellen im Leben, die einem ein „Warum“ geradezu aufzwängen?

Sinnsuche ist nichts Neues, Sinnsucher gab es auch zur Zeit Jesu. Man kann vielleicht konstatieren, dass die Suche nach Sinn ein „Luxusproblem“ sei, dem man sich erst hingebe, wenn die Grundbedürfnisse erfüllt seien. Sie wissen schon: „Erst kommt das Fressen, dann…“ meinte ja schon Brecht. Aber schon zu Jesus selbst, so berichtet Johannes, kamen, als er in Jerusalem war, einige Griechen und wollten ihn sehen. Vermutlich ging es dabei nicht um ein „Sehen“, wie man beispielsweise ein Fußballspiel „sehen“ kann. Vermutlich waren sie, die doch als Mitglieder des Volkes galten, die alle Philosophie grundgelegt hat, vermutlich waren diese auf der Suche nach Antworten, denn sie kamen nach Jerusalem, um anzubeten. Griechen = Heiden in den Vorhöfen des Tempels, von dem wir wissen, dass Gott dort seinen Namen wohnen lassen will (1. Kön. 8). Griechen, die Jesus „sehen“ wollten.

Doch worin besteht der „Sinn des Lebens“? Was empfiehlt Jesus Menschen, die sich „auf den Weg machen“? Was Jesus „antwortet“, worin nach Jesu Aussage Sinn, auch wenn r dieses Wort selbst nicht explizit verwendet, besteht, davon handelt die Predigt zum Sonntag Laetare (Mittfasten, Predigttext: Joh 12,20ff)

Gehalten in einer landeskirchlichen Gemeinde in Emmendingen.

Abschied von einem Irrtum – BW rüstet die Realschule auf

Da lese ich in der heutigen Badischen Zeitung doch glatt, dass die Realschule besser ausgestattet werden soll. Nun ist es also so weit: Grün-Schwarz verabschiedet sich von einem nicht selten ideologisch diskutierten Konzept der letzten Legislaturperiode (Grün-Rot), der Gemeinschaftsschule. Dass dies quasi durch die Hintertür passiert, nämlich über die Stärkung der Realschule, hat einen politischen Grund: man müsste ansonsten zugeben, dass die Idee, aus dem Drei-Säulen-Modell ein Zwei-Säulen-Modell zu machen, ganz offenbar gescheitert ist. Nun haben wir zukünftig also vier Säulen: die bestehende Werkrealschule, die aufgewertete Realschule, die Gemeinschaftsschule (ggfls. aufgesplittet in „mit Oberstufe“ und „ohne Oberstufe“) und das Gymnasien. Wie sich die Gemeinschaftsschule in diesem Durcheinander entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Wer sein Kind z. B. aus Stigmatisierungsängsten heraus nicht an einer Werkrealschule anmelden wollte und deswegen die Gemeinschaftsschule wählte, wird sich zukünftig fragen, warum er heute die Gemeinschaftsschule und nicht eine Realschule wählen sollte? Beide Abschlüsse unterhalb des Abiturs sind an der Realschule erreichbar und die Schulform hat einen besseren Ruf. Von Gemeinschaftsschulen hingegen liest man, dass sie nicht selten ´Werkrealschulen in neuem Gewand` sind. Wie vertrauensfördernd dies ist, werden wir an der Entwicklung der Schülerströme sehen.
Leider bleiben die Realschulen in privater Trägerschaft bei der angekündigten Stärkung – man kann sagen: wieder einmal – außen vor. Die Erhöhung der Verfügungsstunden, die neu geschaffenen oder umgewidmeten Stellen, kurz: die Erhöhung der Ressource für diese offensichtlich wichtige Schulform, geht an den Schulen in privater Trägerschaft spurlos vorbei. Die ´Kopfpauschale`, nach der sich private Schulen neben dem Elterngeld refinanzieren, wird nämlich nicht automatisch angepasst. Viel mehr müssen Privatschulen in Baden-Württemberg im Moment darum kämpfen, die noch in der letzten Wahlperiode gemachten – übrigens von Grün mitgetragenen – Zusagen einer 80 %-igen Refinanzierung durch das Land auch wirklich zu bekommen. Und das, obgleich in Freiburg z. B. rund 1/4tel bis 1/5tel aller Schülerinnen und Schüler eine private Schule besuchen und viele Impulse für die Entwicklung des Bildungswesens in der Vergangenheit aus dem Privatschulsektor kamen. So kann man natürlich auch Impulsgeber der schulischen Bildung kalt stellen. Schade nur, dass das langfristig auf Baden-Württemberg auch als Wirtschaftsstandort zurückfallen wird.

Gewaltfrei Kommunizieren – ein Workshoptag

Am 18. März 2017 halte ich im Rahmen meiner Tätigkeit beim CSE (Träger der Freien Christlichen Schule in Freiburg) einen Workshoptag zum Thema:

Gewaltfrei Kommunizieren in Gemeindearbeit, Seelsorge und Erziehung

Im Flyer heißt es:

„Liebe deinen Nächsten…

…wie dich selbst!
Wie aber kommuniziere ich unangenehme Wahrheiten, wenn z.B. ein ehrenamtlicher Gruppenleiter schlechte Arbeit macht? Wenn ich in Konflikte komme und den Eindruck gewinne, meine Bedürfnisse kommen im Miteinander zu kurz? Wie spiegele ich schwierige Beobachtungen angemessen im Rahmen eines Gespräches?
Der Workshoptag widmet sich diesen Fragen und bietet eine übungsorientierte Einführung in die gewaltfreie Kom- munikation nach M. Rosenberg.
Für Verpflegung bitte selbst sorgen.

Anmeldung bis 03.03.2017 unter m.pollhans@fcs-freiburg.de Unkostenbeitrag: 15 EUR (bar)“

Der Unkostenbeitrag kommt der FCS zu Gute!

Den Himmel gibt´s wirklich?

Predigttext: 1. Petr. 1,3-9

„Die Grundlagen christlichen Lebens – Leben in der Hoffnung
3 Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn JesusChristus. In seiner großen Barmherzigkeit hat er uns sozusagen neu geboren. Durch die Auferweckung von Jesus Christus aus dem Tod hat er uns eine lebendige Hoffnung geschenkt. 4 Es ist die Hoffnung auf ein unvergängliches, reines und unverlierbares Erbe. Gott hält es im Himmel für euch bereit 5 und bewahrt euch durch seine Macht. So erlangt ihr durch den Glauben die Rettung, die am Ende der Zeit offenbar werden soll. 6 Darüber könnt ihr euch freuen. Allerdings müsst ihr nach Gottes Willen jetzt erst einmal eine kurze Zeit leiden. Denn ihr werdet mehrfach auf die Probe gestellt. 7 Das dient dazu, dass euer Glaube sich als echt erweist. Er ist wertvoller als vergängliches Gold, das im Feuer auf seine Echtheit geprüft wird. Dafür werdet ihr bei der Offenbarung von Jesus Christus Lob, Herrlichkeit und Ehre erfahren. 8 Ihr liebt ihn, obwohl ihr ihn nicht gesehen habt. Ihr glaubt an ihn, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht. Deshalb könnt ihr jubeln in unaussprechlicher Freude, die schon von der künftigen Herrlichkeit erfüllt ist. 9 Denn ihr empfangt, was das Ziel eures Glaubens ist: eure endgültige Rettung.“ (Basisbibel)

Ewiges Leben als Vertröstung auf eine ungewisse Zukunft? Damit hier alles bleiben kann, wie es ist? So zumindest meint es Marx, wenn er attestiert: Religion ist Opium für das Volk (wobei dieser Wortlauf von Lenin stammt, wenn man´s genau nimmt…). Oder kommt aus dem Wissen einer ewigen Heimat bei Gott eine Kraft für Veränderungen im hier und jetzt? Mit Hilfe eines verfilmten Erlebnisses eines kleinen Jungen verfolgt die Predigt diese Frage. Zu Beginn des Filmes läuft der Trailer von „Den Himmel gibt´s echt

Ein Leben aus Dankbarkeit

Predigttext: Lk 17,11-19

Der dankbare Samariter
11 Später, immer noch auf der Reise nach Jerusalem, zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. 12 Er kam in ein Dorf. Dort begegneten ihm zehn Männer, die an Aussatz erkrankt waren. Sie blieben in einiger Entfernung stehen 13und riefen laut: »Jesus, Meister, hab Mitleid mit uns!« 14 Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: »Geht und zeigt euch den Priestern!« Und dann, als sie noch unterwegs waren, wurden sie geheilt und rein. 15 Einer von ihnen kehrte wieder zurück, als er merkte, dass er geheilt war. Er lobte Gott mit lauter Stimme, 16 warf sich vor Jesus zu Boden und dankte ihm. Und das war ein Mann aus Samarien! 17 Da fragte Jesus ihn: »Sind nicht zehn Männer rein geworden? Wo sind denn die anderen neun? 18 Ist sonst keiner zurückgekommen, um Gottes Herrlichkeit zu loben – nur dieser Fremde hier?« 19 Und Jesus sagte zu ihm: »Steh auf, du kannst gehen! Dein Glaube hat dich gerettet.« (Basisbibel)

Geht es Jesus um den Dank des Samariters – bzw. der anderen? Ist er so auf Dank aus? Oder geht es doch u etwas anderes, nämlich um die Frage, was wir in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen?

(gehalten am 8.11.2015 in der EFG Gundelfingen).